Was verträgt die Unit?
Umsatz, Rohertrag, Personal, Miete, lokale Kosten, Anlaufphase und Unternehmerlohn bestimmen, welcher wirtschaftliche Spielraum überhaupt vorhanden ist.
Ich unterstütze Franchisegeber dabei, Eintrittsgebühr, laufende Franchisegebühr, Marketingumlage und weitere Systemkosten wirtschaftlich herzuleiten – aus Partner-Unit-Economics, Leistungsmodell und Finanzierungsbedarf der Systemzentrale.
Entscheidend sind die Marge und Belastbarkeit des Partnerbetriebs, die Leistungen des Franchisegebers, die Kosten der Systemzentrale und die Frage, wie sich das Modell bei unterschiedlichen Umsätzen und wachsender Partnerzahl verhält. Erst danach ist ein Marktvergleich sinnvoll.
Umsatz, Rohertrag, Personal, Miete, lokale Kosten, Anlaufphase und Unternehmerlohn bestimmen, welcher wirtschaftliche Spielraum überhaupt vorhanden ist.
Betreuung, Academy, Qualitätsmanagement, IT, Marke, Reporting, Weiterentwicklung und Personal der Zentrale verursachen laufende Kosten, die mit dem Wachstum mitgedacht werden müssen.
Die Gebührenarchitektur legt fest, wie sich die wirtschaftliche Wertschöpfung zwischen Franchisegeber und Franchisepartner verteilt und wie beide Seiten am Wachstum partizipieren.
| Baustein | Typische Funktion | Zentrale Berechnungsfrage |
|---|---|---|
| Eintrittsgebühr | Einmalige Leistungen, Vorbereitung, Schulung, Onboarding, Eröffnungsbegleitung und systembezogene Vorleistungen. | Welche einmaligen Aufwände und Leistungen entstehen je neuem Partner? |
| Laufende Franchisegebühr | Finanzierung der laufenden Systemleistungen und Beteiligung der Zentrale an der Systementwicklung. | Welche laufenden Leistungen entstehen je Partner – und wie entwickeln sie sich mit dessen Umsatz? |
| Marketingumlage | Gemeinsame Finanzierung von systemweitem Marketing, Content, Kampagnen oder Markenarbeit. | Welches Marketing wird zentral erbracht und wie wird die Mittelverwendung organisiert? |
| IT / Plattform / Software | Finanzierung oder Weitergabe zentraler digitaler Infrastruktur. | Sind dies Drittanbieter-Kosten, eigene Systemleistungen oder bereits durch die Franchisegebühr finanziert? |
| Einkaufs- / Logistikmargen | Wirtschaftlicher Beitrag aus zentralem Einkauf, Belieferung oder Warenfluss. | Welche zusätzlichen Erlöse erzielt die Zentrale neben offen ausgewiesenen Gebühren? |
| Optionale Zusatzleistungen | Zusatzschulungen, Sonderprojekte, lokale Marketingpakete oder besondere Services. | Was gehört zum geschuldeten Systemstandard – und was ist tatsächlich optional? |
Hohe Planbarkeit für beide Seiten. Das Modell reagiert allerdings nicht automatisch auf stark unterschiedliche Partnerumsätze und kann in frühen Phasen relativ stärker belasten.
Passt eher, wenn: Leistungsaufwand und Partnergrößen vergleichsweise stabil sind.
Die Gebühr wächst mit dem Umsatz des Partners. Dafür müssen Umsatzdefinition, Datenzugang, Reporting und Sonderfälle besonders sauber geregelt sein.
Passt eher, wenn: Umsatz eine sinnvolle Näherung für Wertschöpfung und Leistungsfähigkeit der Unit ist.
Kann Mindestfinanzierung der Zentrale und variable Beteiligung verbinden. Zusätzliche Logik erhöht jedoch Erklärungs- und Vertragskomplexität.
Passt eher, wenn: unterschiedliche Entwicklungsphasen oder Betriebsgrößen bewusst abgebildet werden sollen.
Klare Definition aller Gebühren, Berechnungsgrundlagen, Startzeitpunkte, Mindest- oder Staffelmechanismen sowie relevanter Sonderfälle.
Szenariomodell für Umsatz, Kosten, Ergebnis, Liquidität und Gebührenbelastung in Anlauf-, Ziel- und Stressphasen.
Abbildung der zentralen Leistungen, Kostenblöcke und Frage, wie viele Partner bzw. welcher Systemumsatz die gewünschte Organisation tragen.
Gebühren, Leistungen und Berechnungsgrundlagen so strukturieren, dass Sales, vorvertragliche Aufklärung und Franchisevertrag dieselbe Logik abbilden.
Das Geschäftsmodell soll erstmals franchisiert werden und benötigt eine belastbare Unit-Economics- und Gebührenlogik.
Gebühren wurden historisch festgelegt, Leistungen haben sich verändert oder Partnerwirtschaftlichkeit und Zentrale passen nicht mehr sauber zusammen.
Ein internationales Gebührenmodell muss auf Kostenstruktur, Leistungsumfang und operative Realität des deutschen Marktes übertragen werden.
Vertiefung zu Gebührenarten, Modellvarianten und typischen Fehlern.
Fachbeitrag lesen →VVAVorvertragliche AufklärungGebühren, Investitionen und wirtschaftliche Aussagen nachvollziehbar in den Informationsprozess integrieren.
Zur VVA →VertragFranchisevertragBerechnungsgrundlagen, Fälligkeit, Reporting und Leistungslogik vertraglich konsistent abbilden.
Zum Franchisevertrag →Ausgangspunkt sind Partnerwirtschaftlichkeit und Leistungsmodell der Zentrale. Daraus wird geprüft, welche laufende Belastung die Unit tragen kann und welche Erlöse die Zentrale für Betreuung und Weiterentwicklung benötigt. Marktwerte dienen anschließend als Plausibilitätscheck, nicht als Berechnungsersatz.
Typisch sind Eintrittsgebühr und laufende Franchisegebühr. Je nach System können Marketingumlagen, IT- oder Plattformkosten, Einkaufs- und Logistikkomponenten oder optionale Zusatzleistungen hinzukommen.
Das hängt vom System ab. Fixgebühren sind einfach planbar, umsatzabhängige Gebühren entwickeln sich mit der Partner-Unit. Hybridmodelle können beide Ansätze verbinden, sollten aber nur eingesetzt werden, wenn die zusätzliche Komplexität wirtschaftlich begründet ist.
Möglichst früh im Systemaufbau – gemeinsam mit Unit Economics, Leistungsmodell und Systemarchitektur. So können VVA, Franchisevertrag, Sales und Finanzplanung von Anfang an konsistent aufgebaut werden.
Im Erstgespräch schauen wir auf Partnerwirtschaftlichkeit, Leistungen der Systemzentrale und die bestehende oder geplante Gebührenstruktur. Daraus lässt sich ableiten, welche Berechnungslogik für das System sinnvoll ist.
Gebührenmodell besprechen →