KurzantwortEine gute Gebührenstruktur finanziert die Leistungen und Weiterentwicklung der Systemzentrale, ohne die Wirtschaftlichkeit des Partnerbetriebs zu überlasten.

Deshalb sollte die Frage nicht lauten: „Was verlangen andere Systeme?“ Sondern: Welche Leistungen erhält der Franchisepartner, welche Kosten entstehen dafür in der Zentrale, welchen wirtschaftlichen Spielraum hat die Partner-Unit und welches Gebührenmodell bildet dieses Verhältnis am saubersten ab?

Franchisegebühren sind Teil der Systemarchitektur

Gebühren werden im Franchise häufig zu spät betrachtet – entweder als Zahl, die aus Wettbewerbsvergleichen übernommen wird, oder als Verhandlungspunkt kurz vor Fertigstellung des Franchisevertrags. Tatsächlich beeinflussen sie deutlich mehr: die Partnerwirtschaftlichkeit, das Leistungsversprechen der Zentrale, die Attraktivität des Systems im Franchise Sales, die Finanzierung von Support und Weiterentwicklung sowie die langfristige Skalierbarkeit.

Eine Gebührenstruktur ist deshalb kein isolierter Preis. Sie ist die wirtschaftliche Übersetzung der Frage, wie Wertschöpfung und Verantwortung zwischen Franchisegeber und Franchisepartner verteilt werden.